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1976 planen der GKR und Pfarrer Venter, aus eigenen Mitteln eine kleine Kirche aufzustellen. Ein Novum in der Berliner Kirche! Das Gemeindehaus  soll für die Alltagsarbeit genutzt werden. Es ist an eine Fertigkirche aus Holz gedacht, deren Kosten sich auf ca. 300.000 DM belaufen würden. Lange und zähe Verhandlungen mit Kirchenleitung und Konsistorium beginnen.1978 wird das Fertigbauprojekt jedoch nicht genehmigt.

Im Frühjahr 1979 wird der GKR erneut beim Konsistorium wegen des Kirchbaus vorstellig. Das Konsistorium würde nun einem Bau einer Kirche in Festbauweise zustimmen, wenn die Gemeinde die Kosten trägt. Ohne ein Darlehen ist das der Gemeinde nicht möglich. Bei einer Umfrage finden sich genügend Gemeindeglieder, die bereit sind, durch Spendenverpflichtungen die Rückzahlung eines zinslosen Darlehens in Höhe von 120.000 DM innerhalb von 10 Jahren zu ermöglichen. Nach der Zustimmung der Kirchenleitung ist der Weg frei für den Bau einer Kirche durch Eigenfinanzierung. Diese ist möglich durch den Verkauf eines Drittels eines gemeindeeigenen Grundstücks, die im Bauverein angesparten Gelder, das Darlehen und eine Spende von Bischof Kruse in Höhe von 10.000 DM.

Im Januar 1980 wird der Architekt Barwich mit der Bauplanung für den Kirchbau beauftragt.

Im September vergibt der GKR die ersten Aufträge für den Bau, der mit Gesamtkosten von rd. 750.000 DM veranschlagt ist.Am 9. 11. 1980 wird die Grundsteinlegung mit einem Gemeindefest begangen. Es folgt ein Jahr weiterer intensiver Arbeit. Besonders der Bauausschuß setzt sich unermüdlich für den reibungslosen Ablauf des Baugeschehens ein. Die Gemeinde verfolgt mit Freude das Wachsen des Baues.

Am 8. Mai 1981 ist Richtfest.Am 1. Advent 1981, ein Jahr nach der Grundsteinlegung, wird die Kirche durch Bischof Kruse eingeweiht. Die veranschlagte Bausumme ist nicht überschritten worden! Der Zentralbau wird nicht nur für Gottesdienste, sondern auch für Gemeindeveranstaltungen, Konvente, Konzerte u.a. genutzt.

Nach längerer Denkpause in künstlerischer Hinsicht und Deckung der anfallenden Kosten durch Spenden, erfolgt im Herbst 1987 eine Ausschreibung für Farbglasfenster im unteren Bereich der Kirche. Auf Grund seiner Überzeugenden Entwürfe wird 1988 Herr Sigmund Hahn mit der Ausführung beauftragt. Er ist ein bekannter Künstler, der schon für mehrere Berliner Kirchen Fenster und Altargeräte entworfen und ausgeführt hat. Am Karfreitag 1989 werden die letzten drei der insgesamt 18 Farbglasfenster zu Themen des Kirchenjahres eingesetzt.

Text: Renate Stock

Foto: Elke Behrends

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