Musikalische Vesper zum Geburtstag von Johann Sebastian Bach



mit Stefan Klemm, Flöte, Sabine Erdmann, Cembalo, und Pfarrerin Brigitte Schöne, Worte

 

Bitte klicken Sie auf das Symbol, um die Aufnahme zu hören: 

 

 

Liebe Hörerinnen und Hörer, liebe Menschen in fern und nah, liebe Johann-Sebastian-Bach-Kirchengemeinde,

seit sehr vielen Jahren ist es in unserer Kirchengemeinde gute Tradition, am Geburtstag von Johann Sebastian Bach unseren Namensgeber musikalisch zu ehren. Verlässlich am 21. März eines jeden Jahres kommen Menschen in unserer kleinen Kirche zusammen, um zu musizieren und um die wunderbaren Werke zu hören, die Bach uns hinterlassen hat. Auch in diesem Jahr wollen wir an dieser Tradition festhalten, wenn auch in der noch ungewohnten digitalen Form. Ich freue mich, dass uns Sabine Erdmann am Cembalo und Stefan Klemm an der Flöte Werke von Johann-Sebastian Bach und auch von dessen Sohn Carl Philipp Emanuel Bach zu Gehör bringen. Die Aufnahme wurde in unserer Kirche eingespielt. Und ich freue mich, dass Sie sich Zeit nehmen für dieses kleine Konzert.

Johann Sebastian Bach gilt vielen bis heute als der größte Komponist überhaupt. Seine Musik ist höchster Hörgenuss und vielfach sogar noch mehr: Seine Werke zu hören ist für Menschen wie ein Gottesdienst. Wie konnte es Bach gelingen, über Jahrhunderte hinweg mit seiner Musik so anziehend zu sein und sogar so etwas wie einen Zugang „zum Himmel“ zu schaffen? Vielleicht liegt eine Antwort darin, dass seine Kompositionen als so authentisch und ernsthaft wahrgenommen werden. Sie bieten die Vergewisserung nach innen und bleiben gleichzeitig einladend nach außen. Jemand schrieb: Bach schafft Erbauung für die Frommen und bleibt ebenso zugänglich für die fern vom Glauben. Er erreicht das Herz des Einzelnen. Und: In aller Ernsthaftigkeit verliert die Musik nie die Glaubensfreude aus dem Blick, die Menschen bis heute als tröstlich erfahren.

Ich wünsche uns allen eine gesegnete Zeit beim Hören. Möge diese musikalische Vesper uns allen Stärkung geben in diesen erneut so belasteten Frühlingswochen.

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Präludium C-Dur BWV 846 WK I

aus: Flötensonate C-Dur BWV 1033 Menuett I und II

aus: Flötensonate C-Dur Adagio

aus: Flötensonate g-Moll Sonate BWV 1020 Allegro

 

Kundige Hörer konnten es wahrnehmen: Dieses zuletzt gespielte Allegro in g-Moll ist anders als die zuvor gehörte Musik. Sie wird zwar Johann Sebastian Bach zugeschrieben, doch die Wissenschaft meint, hier eher die Kompositionsweise des Bach-Sohnes Carl Philipp Emanuel Bach zu erkennen. Ein „Familienstück“, könnte man sagen, eingebracht vom Sohn und dann von allen gespielt im Hause Bach.

Im Folgenden hören wir aus selbiger Flötensonate das Adagio und das Schluss-Allegro. Anschließend wird uns ein Largo dargebracht, welches - nun ausgewiesen - aus der Feder von Carl Philipp Emanuel Bach stammt. Abschließen werden Stefan Klemm und Sabine Erdmann diese musikalische Vesper mit der Badinerie aus der Ouvertüre in h-Moll, BWV 1067. 

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

aus: Flötensonate g-Moll Adagio-Allegro

 

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)

aus: Sonate D-Dur Wq 83 Largo

 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

aus: Ouvertüre in h-Moll BWV 1067 Badinerie

 

Liebe Hörerinnen und Hörer, wir grüßen Sie hier aus der Kirche der Johann-Sebastian-Bach-Gemeinde: Sabine Erdmann am Cembalo, Stefan Klemm, Flöte, Uwe Bostelmann in der Aufnahmeleitung und ich, Brigitte Schöne, Pfarrerin dieser Kirchengemeinde.

Mit einem Segens-Gebet, dem Psalm 121, wird diese Vesper ausklingen.

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,
und der dich behütet, schläft nicht.
Siehe, der Hüter Israels
schläft noch schlummert nicht.
Der Herr behütet dich;
der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
dass dich des Tages die Sonne nicht steche
noch der Mond des Nachts.
Der Herr behüte dich vor allem Übel,
er behüte deine Seele.
Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang
von nun an bis in Ewigkeit! Amen.