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Psalm, Gebete und Gedanken zum Sonntag von Pfarrer Christoph Foerster

 

 


Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Der Wochenspruch für die Woche, die mit diesem Sonntag beginnt, ist eine Einladung Jesu an uns, die wir aufnehmen und weitersagen: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Matthäus 11, 28).

 

Lied

Gott des Himmels und der Erde (EG 445)

1) Gott des Himmels und der Erden,
Vater, Sohn und Heilger Geist,
der es Tag und Nacht lässt werden,
Sonn und Mond uns scheinen heißt,
dessen starke Hand die Welt
und was drinnen ist, erhält:

2) Gott, ich danke dir von Herzen,
dass du mich in dieser Nacht vor Gefahr,
Angst, Not und Schmerzen
hast behütet und bewacht,
dass des bösen Feindes List
mein nicht mächtig worden ist.

3) Hilf, dass ich mit diesem Morgen
geistlich auferstehen mag
und für meine Seele sorgen,
dass, wenn nun dein großer Tag
uns erscheint und dein Gericht,
ich davor erschrecke nicht.

4) Führe mich, o Herr, und leite
meinen Gang nach deinem Wort;
sei und bleibe du auch heute
mein Beschützer und mein Hort.
Nirgends als bei dir allein
kann ich recht bewahret sein

Text: Heinrich Albert (1642), Melodie: Heinrich Albert (1642)

 

Psalm 36, 6-10

Herr, deine Güte reicht, soweit der Himmel ist,
und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.
Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes
und dein Recht wie die große Tiefe.
Herr, du hilfst Menschen und Tieren.
Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder
unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben.
Sie werden satt von den reichen Gütern deines Hauses,
und du tränkst sie mit Wonne wie mit einem Strom.
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens
und ein deinem Licht sehen wir das Licht

Vieles, was wir täglich sehen, hören oder lesen, belastet uns und lässt uns zweifeln, ob unsere Gesellschaft darin übereinstimmt, was dem Leben dienlich ist. Herr, vergib uns, wenn wir selbst zweifeln, ob du uns helfen wirst. Lehre uns deinem Wort zu vertrauen, das uns für unser Leben vorbereitet mit der Zusage: Ich will dem Durstigen geben vom Brunnen des lebendigen Wassers umsonst. Wir rufen zu dir: Kyrie eleison - Herr, erbarme dich. Christe eleison - Christe, erbarme dich. Kyrie eleison - Herr, erbarm dich über uns.

 

Gebet

Barmherziger Gott, allmächtiger Vater,
du lädst uns ein in dieser Welt in dein Haus, an deinen Tisch, zum Hören auf dein Wort. Wir danken dir dafür und bitten dich:
Lass uns ein zuhause finden in deinem Haus, lass uns Vergebung empfangen an deinem Tisch, lass unseren Glauben wachsen unter deinem Wort und gib uns den Mut alles miteinander zu teilen.
Durch unsern Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und herrscht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

 

Lied

Kommt her, ihr seid geladen (EG 213)

1) Kommt her, ihr seid geladen,
der Heiland rufet euch;
der süße Herr der Gnaden,
an Huld und Liebe reich,
der Erd und Himmel lenkt,
will Gastmahl mit euch halten
und wunderbar gestalten,
was er in Liebe schenkt.

2) Kommt her, verzagte Sünder,
und werft die Ängste weg,
kommt her, versöhnte Kinder,
hier ist der Liebesweg.
Empfangt die Himmelslust,
die heilge Gottesspeise,
die auf verborgne Weise
erquicket jede Brust.

Kirchenlied von Ernst Moritz Arndt. Nach der Melodie Zieh ein zu deinen Toren EG 133 von Johann Crüger 1653 gesungen.

 

Evangelium

Das Evangelium zum heutigen Sonntag findet sich bei Matthäus, Kapitel 11, Verse 25-30

Zu der Zeit fing Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. Ja, Vater; denn so hat es dir wohlgefallen. Alles ist mir übergeben von meinem Vater; und niemand kennt den Sohn als nur der Vater; und niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will. Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

 

Lied

Kommt her, ihr seid geladen (EG 213)

3) Kommt her, betrübte Seelen,
die Not und Jammer drückt,
mit Gott euch zu vermählen,
der wunderbar beglückt.
Kommt, legt auf ewig ab
der Sünde bange Säumnis;
empfanget das Geheimnis
das Gott vom Himmel gab.

4) O Wonne kranker Herzen,
die mir von oben kam!
Verwunden sind die Schmerzen,
getröstet ist der Gram.
Was von dem Himmel fließt,
hat lieblich sich ergossen;
mein Herz ist gar durchflossen
vom süßen Liebesgeist.

5) Drum jauchze, meine Seele,
hell aus der Sündennacht!
Verkünde und erzähle
die tiefe Wundermacht,
die unermesslich süß,
ein Born der Liebe, quillet
und jeden Jammer stillet,
der fast verzweifeln ließ.

6) Drum jauchze, meine Seele,
drum jauchze deinem Herrn!
Verkünde und erzähle
die Gnade nah und fern,
den Wunderborn im Blut,
die sel'ge Himmelsspeise,
die auf verborgne Weise
dir gibt das höchste Gut

 

Predigt

Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserm Vater und unserm Herrn Jesus Christus.

Der folgende Abschnitt aus dem 1. Korintherbrief liegt der Predigt zugrunde.

„Strebt nach der Liebe! Bemüht euch um die Gaben des Geistes, am meisten aber um die Gabe der prophetischen Rede! Denn wer in Zungen redet, der redet nicht für Menschen, sondern für Gott; denn niemand versteht ihn, vielmehr redet er im Geist von Geheimnissen. Wer aber prophetisch redet, der redet den Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tröstung.

Liebe Brüder, seid nicht Kinder, wenn es ums Verstehen geht; sondern seid Kinder, wenn es um Böses geht; im Verstehen aber seid vollkommen. Im Gesetz steht geschrieben (Jesaja 28,11.12): „Ich will in anderen Zungen und mit anderen Lippen reden zu diesem Volk, und sie werden mich auch so nicht hören, spricht der Herr“. Darum ist die Zungenrede nicht ein Zeichen für die Gläubigen, sondern für die Ungläubigen; die prophetische Rede aber ein Zeichen nicht für die Ungläubigen, sondern für die Gläubigen. Wenn nun die ganze Gemeinde an einem Ort zusammenkäme und alle redeten in Zungen, es kämen aber Unkundige oder Ungläubige hinein, würden sie nicht sagen, ihr seid von Sinnen? Wenn sie aber alle prophetisch redeten und es käme ein Ungläubiger oder Unkundiger hinein, der würde von allen geprüft und von allen überführt; was in seinem Herzen verborgen ist, würde offenbar, und so würde er niederfallen auf sein Angesicht, Gott anbeten und bekennen, dass Gott wahrhaftig unter euch ist.“ (1. Korinther 14, 1-3.20.-25)

Liebe Schwestern und Brüder!

Durch die Liebe Christi und die Gaben des Geistes wird die Gemeinde erbaut. Dieser einfache Satz steht in einem scheinbaren Gegensatz zu dem, was Viele an der Kirche sehen oder auch an ihr vermissen. Wer die Liebe Christi empfangen hat, der wird anders darüber denken als der, der auf der Suche ist. Und für wen die Gaben des Geistes nicht hohe, nicht deutlich erkennbare Erscheinungen oder Wirkungen der Gnade sind, sondern die einfachen Dinge für das tägliche Leben wie Rücksicht, Verständnis, Bereitschaft zum Hören oder Teilen, der wird auch in der kleinsten Ortsgemeinde das erkennen, was auf Christus hinweist und es dankbar achten.

Erbauung bezeichnet die Arbeit an einem im Werden begriffenen, noch nicht vorhandenen Gebilde. Erbauung kann sich auf Gebäude beziehen, kleine Hütten oder Wolkenkratzer, Ferienhäuser oder Paläste. Erbauung kann auch angewendet werden auf die Organisation einer Gemeinde, das äußere und innere Gefüge der Kirche. Es schließt die Ökumene oder die Weltchristenheit ein. Viele aber denken bei dem, was Erbauung bezeichnet, nicht an den allgemeinen Nutzen, sondern vor allem an den persönlichen Gewinn oder Vorteil. Erbauung der Gemeinde geschieht in erster Linie durch die Liebe Christi. Er hat sich für uns dahingegeben, sagt der Apostel, damit wir freien Zugang haben zu der Gnade, in der wir stehen. Die Gaben des Geistes helfen uns zu Stand und lebendiger Teilhabe als einer Gemeinschaft, die im Wort und Sakrament gründet und sich durch Wort und Sakrament erneuert. Weil Paulus der Liebe Christi gewiss ist, sagt er: Strebt nach der Liebe. Befleißigt euch der geistlichen Gaben. Am meisten aber strebt danach, dass ihr prophetisch redet.

Was ist prophetische Rede? Sie ist eine Gabe des Geistes. Sie ist uns aus eigener Kraft nicht verfügbar. Wer durch den Geist Gottes gelehrt ist, der kann reden als ein Prophet. Der Auftrag eines Propheten ist es, Gottes Wort anderen weiterzusagen. Das sind nicht Gesichte, Träume, Visionen Einbildungen in einem übertragenen Sinn, sondern es geht um das Weitersagen des Wortes Gottes. Die Geistesgabe der prophetischen Rede ist wortgebunden. Und daher ist die prophetische Rede im Unterschied zu der Zungenrede verständlich. Beiden gemeinsam ist, dass man die Rede hören kann. Die Zungenrede muss durch einen Kundigen gedolmetscht werden, gedeutet, übertragen, verständlich gemacht. Die prophetische Rede ist verständlich. Je mehr Menschen in der Gemeinde sich darum bemühen, ist sie auch mitteilbar, mitvollziehbar und kontrollierbar. Die Zungenrede wendet sich an Gott. Wir können hier vielleicht an charismatische Halleluja-Gottesdienste denken wie ich sie unter Farbigen in North-Carolina erlebt habe. Die prophetische Rede ist dank der Liebe Christi an den anderen Menschen gerichtet, den Nächsten, die Mitschwester, den Mitbruder, den Fremden, der dazukommt. Sie ist Zuspruch und Zeugnis. Sie wird bezeichnet durch das, was sie wirkt: Erbauung, Mahnung, Ermutigung, Tröstung. Die prophetische Rede ist sich selbst nie genug. Sie hat den anderen im Blick. Sie erbaut im wörtlichen Sinn die Gemeinde.

Worum geht es in der Gemeinde? Es geht darum, dass wir miteinander teilen, was wir wissen, was wir sind, was wir haben, was wir suchen, wonach wir uns sehnen. Darum sagt der Apostel nicht: lasst die Finger von der prophetischen Rede. Sie ist gefährlich. Er sagt nicht: lasst andere reden, die es besser können. Verlegt euch auf das Tun. Ganz im Gegenteil. Er ermutigt uns dazu, sie einzuüben und bewusst zu gebrauchen. Denn in der Rede können wir selbst einbringen, was uns bestimmt und wichtig ist und was uns durch Christus geschenkt ist. Durch sie können wir uns verständigen und dadurch lernen, was dem anderen wichtig ist. Und wir können verdeutlichen, worauf wir um keinen Preis verzichten können um der Liebe Christi willen. Durch sie können wir zu einem wirklichen Miteinander finden, zu einer Gemeinschaft, die in dem gründet, was deutlich ausgesprochen ist, und sich daraus immer wieder erneuert. In dem, was einer dem anderen sagt, können wir uns gewinnen, nicht weil wir einen Vorschuss an Sympathie einsetzen, sondern weil die Liebe Christi durch sie bezeugt wird und in den Zusammenhang der gemeinsamen Freude und der gemeinsamen Leiden stellt.

Anteil geben an dem, was Glauben schenkt; von Angesicht zu Angesicht sprechen und den Auftrag Jesu beherzigen; zu anderen gehen und von ihm erzählen. Das sind die drei Seiten der prophetischen Rede, Sie soll nicht begriffliche Zungenrede sein, sondern helfen, das Entscheidende festzuhalten, wie die Gemeinde in der Liebe erbaut wird.

Im überarbeiteten Luthertext hat die Übersetzung „prophetisch reden“ den Vorzug bekommen vor dem von Martin Luther gewählten Wort „weissagen“. Der Grund dafür ist nicht schwer zu finden. Für unser Verständnis ist „weissagen“ auf zukünftige Dinge bezogen. Es spricht von dem, was noch nicht ist, aber was geschehen wird oder sein wird. Weissagen und prophezeien scheinen darin ganz nah. Prophetisch reden ist ganz auf die Gegenwart gerichtet. Wir werden an das Amt der Propheten im Alten Bund erinnert und ihren Auftrag. Aufgetragen ist ihnen Gottes Wort. Darum geht es hier auch. In der vom Geist gewirkten Rede will Gott selbst zur Sprache kommen. Sie ist wissende, verständliche Rede, auf Gemeinschaft bezogen, die von jedem beurteilt werden kann und die auch von jedem geübt werden kann. Denn der Inhalt dieser Rede ist der Zuspruch und die Auslegung der Liebe Gottes. Sie ist in Jesus Christus Mensch geworden. Die göttliche Güte und Treue werden jeweils gegenwärtig in der Vergebung und der Gnade, die Gott aller Welt verkündigen lässt.

Diese Rede bezieht ein, was Gott getan haben will durch die Gemeinde und durch jeden Einzelnen in der Gemeinde. Paulus deutet das beispielhaft an mit der Schilderung einer Situation, die sich immer wieder ergibt. Wenn ein Nichtchrist in eine Gemeinde kommt oder einer, der nicht glaubt oder einer, der nichts weiß über das Wesen des Glaubens, dann müsste er bei lauter Zungenrednern folgern, sie sind außer sich, sie sind verrückt. Wo aber prophetische Rede gesprochen wird und der Zuspruch des liebenden Gottes im Wort hörbar, da würde er von allen geprüft und von allen überführt, da würde er verstehen. Es würde das Verborgene seines Herzens sichtbar werden und er würde niederfallen auf sein Angesicht, würde Gott anbeten und bekennen: Gott ist wirklich unter euch da, ist in eurer Mitte.

Für mich wird darin deutlich, was eine Gemeinde ist, die sich um Gottes Wort sammelt. Es geht nicht um große, außerordentliche Visionen, Träume, Gesichte, sondern um das Wort Gottes, das empfangen und geteilt wird. Wo es recht verkündigt wirkt, wirkt es Einsicht in die Sünde und öffnet es dem Sünder den Blick auf Gottes Nähe und Güte: „Dir ist vergeben! Fürchte dich nicht!“ Die Schwäche, die Angst, das Alleinsein brauchen nicht versteckt zu werden. In der Gemeinde sind viele Frauen und Männer, die das kennen und sich eingestehen, nicht weil sie stark sind, sondern weil sie der Liebe Gottes vertrauen und aus der Vergebung leben und durch sie eine christliche Gemeinschaft werden. Denn sie lernen unter dem Wort und im Licht der Liebe Gottes auf das zu hören und nach dem zu fragen, was nötig ist zum Leben.

Jesus hat gesagt: der Geist, der Tröster, den ich euch senden werde, wird der Welt die Augen auftun, wenn er kommt, über die Sünde, über die Gerechtigkeit und über das Gericht (Johannes 16,8). Das ist der Grund, aus dem Paulus der prophetischen Rede solch wichtige Rolle zuweist. Wenn wir teilen, was wir von Geburt an sind als im Schatten des Todes Lebende und wenn wir durch die Liebe Gottes, die in Christus Jesus erschienen ist, als in der Taufe durch Wasser und Geist von neuem Geborene werden, dann ist die Gemeinde auch zur Welt hin offen genug, dass Menschen sich eingeladen erfahren und erbaut werden und mit dem Bekenntnis des Glaubens bezeugen: Gott ist wirklich in eurer Mitte. Er ist mitten unter uns. Amen.

Der Friede Gottes, der höher ist als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.

 

Lied

Herr Jesu Christ, du höchstes Gut (EG 219)

1) Herr Jesu Christ, du höchstes Gut,
du Brunnquell aller Gnaden,
wir kommen, deinen Leib und Blut,
wie du uns hast geladen,
zu deiner Liebe Herrlichkeit
und unsrer Seelen Seligkeit
zu essen und zu trinken.

2) O Jesu, mach uns selbst bereit
zu diesem hohen Werke,
schenk uns dein schönes Ehrenkleid
durch deines Geistes Stärke.
Hilf, dass wir würd'ge Gäste sein
und werden dir gepflanzet ein
zum ewgen Himmelswesen.

3) Bleib du in uns, dass wir in dir
auch bis ans Ende bleiben;
lass Sünd und Not uns für
und für nicht wieder von dir treiben,
bis wir durch deines Nachtmahls Kraft
eingehn zur Himmelsbürgerschaft
und ewig selig werden.

Text: Chemnitz (1713), Melodie: Görlitz (1587), Dresden (1595)

 

Fürbittengebet

Allmächtiger Gott, barmherziger Vater,
du lässt uns dein Wort und deinen Willen hören,
du erweckst unsere Herzen und schärfst unser Gewissen.
Du beauftragst uns zum Dienst aneinander und an der Welt.
Segne unser Dankopfer an denen, die es empfangen.

Wir bitten dich für die Kirche, unseren Bischof, für alle,
die du berufen hast, dir und allen zu dienen, denen sie begegnen.
Wecke die Freude an deinem Heil. Wir bitten: Herr, erhöre uns.

Wir bitten dich für unsere Erde und alle, die darauf wohnen;
für unser Volk und unsere Regierenden. Lass die Achtung des
Anderen und seiner Würde, die in deiner Gabe gründet, bestimmend
sein und die Achtung des Rechtes den Grund für alle Pläne und Wünsche.
Wir bitten: Herr, erhöre uns.

Wir bitten für den Frieden, wo Hass, Neid und Vergeltung den Blick
verfinstern und für Versöhnung, wo Streit endlos und Vergangenheit
übermächtig sind. Wir bitten: Herr, erhöre uns.

Wir bitten dich um Geduld, die wir brauchen, dem anderen zuzuhören,
ihn zu verstehen, ihn wahrzunehmen, und durch den Schritt aufeinander zu den Weg zu dir zu finden. Wir bitten: Herr erhöre uns.

Wir bitten dich für die, die am vergangenen Wochenende konfirmiert worden sind. Schenke ihnen die Freiheit, in der Bindung an dein Wort und seinem Zuspruch auf das zu achten, was im Zusammenleben zu kurz kommt. Wir bitten: Herr, erhöre uns.

Wir bitten für die, die einen Nächsten verloren haben. Tröste sie durch dein Wort und lass sie dankbar erinnern und erzählen, was sie miteinander erfahren und geteilt haben. Schenke uns allen die Gewissheit deiner Nähe.

In der Stille beten wir füreinander und um das, was uns bewegt.

Herr, wir bauen auf dein Wort, Führe uns zusammen und stärke uns für den Weg, der vor uns liegt. Herr, dein Wort ist die Wahrheit. Heilige uns in deiner Wahrheit. Amen.

Vaterunser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.

 

Segen

Geht hin im Frieden des Herrn.
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir (+) Frieden.

 

Lied

Die Kirche steht gegründet (EG 264, 1-3)

1) Die Kirche steht gegründet
allein auf Jesus Christ,
sie, die des großen Gottes
erneute Schöpfung ist.
Vom Himmel kam er nieder
und wählte sie zur Braut,
hat sich mit seinem Blute
ihr ewig angetraut.

2) Erkorn aus allen Völkern,
doch als ein Volk gezählt,
ein Herr ist's und ein Glaube,
ein Geist, der sie beseelt,
und einen heilgen Namen
ehrt sie, ein heilges Mahl,
und eine Hoffnung teilt sie
kraft seiner Gnadenwahl.

3) Schon hier ist sie verbunden
mit dem, der ist und war,
hat selige Gemeinschaft
mit der Erlösten Schar.
Mit denen, die vollendet,
zu dir, Herr, rufen wir:
Verleih, dass wir mit ihnen
dich preisen für und für.

Ein protestantisches Kirchenlied, basierend auf Anna Thekla von Welings Nachdichtung eines anglikanischen Lieds von Samuel John Stone. Melodie: Samuel Sebastian Wesley (1874).

 

Mit herzlichen Grüßen, Pfarrer Christoph Foerster

 

Information

Am 20. Juni veranstalten wir in der Gemeinde unseren Sommerfesttag. Er beginnt mit einem Gottesdienst im Gemeindegarten um 12:00 Uhr. Anschließend wollen wir bei einem Imbiss, Kaffee und Kuchen beisammen sein. Der Pianist Ralf-Thorsten Zichner wird uns musikalisch am Flügel erfreuen. Wir freuen uns auf das langersehnte Wiedersehen.

Eine wichtige Bitte: Melden Sie sich vorher an unter www.bach-kirchengemeinde.de/anmelden oder in der Küsterei (030-8174047)

 

Kollekte

Wir sammeln heute für die Ökumenische Begegnungen der Landeskirche

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz unterhält ökumenische Partnerschaften mit Kirchen in Polen, Tschechien, Rumänien, Russland (Wolgabereich), den USA, England, Frankreich, Schweden, Japan, Taiwan, China und Südkorea. Ökumenische Zusammenarbeit eröffnet neue Horizonte und verhilft zu bereichernden Lerngemeinschaften. Damit Gemeinden und Kirchenkreise daran teilhaben können, fördert das Ökumenereferat ökumenische Veranstaltungen, Auslandsreisen zu den Partnern der EKBO, den Einsatz internationaler Freiwilligen im Bereich der EKBO und vieles mehr.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.berliner-missionswerk.de/partner-projekte-weltweit

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Kennwort: Kollekte 13.6.21

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