Geistliche Angebote

Geistliches Angebot zum 3. Sonntag nach Epiphanias, am 25. Januar 2026                                                                                         

Psalm, Lieder, Gebete und Predigt von Pfarrerin Brigitte Schöne

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Begrüßung

Liebe Leserinnen und Leser, ich begrüße Sie herzlich.

„Gut und gnädig, von großer Güte allen, die ihn anrufen.“ So sei Gott, sagt der Betende im Psalm 86.

Wir sind heute hier, wollen Gott nahe sein, sprechen zu ihm...

Und hoffen auf seine Güte und Gnade.

Gott sagt sie zu, „allen“, wie es im Psalm heißt.

Und darauf legen die Texte dieses Gottesdienstes ihr Augenmerk:

Alle meint alle. Gottes Heilswille kennt keine der Schranken, mit den sich Menschen und Völker bis heute voneinander abgrenzen.

Wir werden von Jesu Begegnung mit einem römischen Hauptmann hören. Kein Jude ist er und dann auch noch Teil der verhassten römischen Besatzungsmacht. Und doch will Gott auch Heil für ihn.

Wir werden vom Hauptmann Kornelius hören, auf den Petrus zugehen soll…

Gottes Liebe kennt keine Grenze. Das verändert die Welt für alle.

Gott segne uns diesen Gottesdienst.

 

Lied:    Ev. Gesangbuch Nr. 288, 1-4, Nun jauchzt dem Herren alle Welt

1) Nun jauchzt dem Herren alle Welt!
Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt,
kommt mit Frohlocken, säumet nicht,
kommt vor sein heilig Angesicht.

2) Erkennt, dass Gott ist unser Herr,
der uns erschaffen ihm zur Ehr,
und nicht wir selbst: durch Gottes Gnad
ein jeder Mensch sein Leben hat.

3) Wie reich hat uns der Herr bedacht,
der uns zu seinem Volk gemacht;
als guter Hirt ist er bereit,
zu führen uns auf seine Weid.

4) Die ihr nun wollet bei ihm sein,
kommt, geht zu seinen Toren ein
mit Loben durch der Psalmen Klang,
zu seinem Vorhof mit Gesang.

 

Wo Gott in seiner Herrlichkeit erscheint, müssen die Krankheits- und Todesmächte weichen. Er ist, wie der Psalm 86 besingt, „gut und gnädig, von großer Güte, die ihn anrufen“.

Beten wir mit Worten dieses Psalms. 

Vielleicht finden wir darin auch unsere Worte heute.

 

Psalm 86, 1-2.5-11

Herr, neige deine Ohren und erhöre mich;

denn ich bin elend und arm.

               Bewahre meine Seele, denn ich bin dir treu.

               Hilf du, mein Gott, deinem Knechte, der sich verlässt auf 

               dich.

Denn du, Herr, bist gut und gnädig,

von großer Güte allen, die dich anrufen.

               Vernimm, Herr, mein Gebet

               und merke auf die Stimme meines Flehens!

In der Not rufe ich dich an;

du wollest mich erhören!

               Herr, es ist dir keiner gleich unter den Göttern,

               und niemand kann tun, was du tust.

Alle Völker, die du gemacht hast, werden kommen

und vor dir anbeten, Herr, und deinen Namen ehren,

               dass du so groß bist und Wunder tust

               und du allein Gott bist.

Weise mir, Herr, deinen Weg,

dass ich wandle in deiner Wahrheit;

               erhalte mein Herz bei dem einen,

               dass ich deinen Namen fürchte.

 

Gebet:

Gott, vor Dir sprechen wir aus, was wir sonst oft verschweigen: Manchmal haben wir Angst: Angst vor Krankheit und vor Krieg und vor Konkurrenz. Angst, nicht mehr geliebt zu werden und vor bleierner Einsamkeit.

Dabei bräuchten wir weniger Angst zu haben, wenn wir Dich an unserer Seite wüssten. Wenn wir Dich an unserer Seite glauben würden.           

Bitte, Gott, komm zu uns und erbarme dich unser.

 

Zuspruch: 

Von Gottes Güte hören wir im Wochenspruch: 

Und es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, 

die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.

Lukas 13, 29

Ja: Alle Welt ist eingeladen bei Gott, komme, was und wer da wolle!

Gottes Geist sei und bleibe bei uns.

 

Gebet: 

Gott, wir sammeln uns in dieser Stunde für dich und dein Wort.

Wir konzentrieren uns auf deine Botschaft, 

dass sie Mittelpunkt und Schwerpunkt unseres Lebens sein möge.

Wie Jesus es uns vorgelebt hat: In seinem Leben und Tun, 

in seinem Tod und Auferstehung.

 

Musik: Jauchzet dem Herrn alle Welt" Felix Mendelssohn Bartholdy Windsbacher Knabenchor

https://www.youtube.com/watch?v=_rVhND06WxQ

 

Liebe Leserinnen und Leser, da will einer unbedingt. 

Und er lässt sich nicht vorschreiben, wie er zu glauben hat.

Wir hören nun im Evangelium von einer unglaublichen Hoffnung: Dass einer mich fassen möge, wenn ich die Hand ausstrecke.

Hören wir die Erzählung von der Begegnung Jesu und dem Hauptmann von Kapernaum.

 

Evangelium:  Matthäus 8, 5-13   Der Hauptmann von Kapernaum

Als aber Jesus nach Kapernaum hineinging, trat ein Hauptmann zu ihm; der bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gelähmt und leidet große Qualen. Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn auch ich bin ein Mensch, der einer Obrigkeit untersteht, und habe Soldaten unter mir; und wenn ich zu einem sage: Geh hin!, so geht er; und zu einem andern: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er’s. Als das Jesus hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden! Aber ich sage euch: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; aber die Kinder des Reichs werden hinausgestoßen in die äußerste Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern. Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht wurde gesund zu derselben Stunde.

 

Predigt zu Apostelgeschichte 10, 21-35

Liebe Gemeinde,

es gibt in unserem Leben Begegnungen, die bleiben. Freundschaften entstehen daraus oder sogar Liebesbeziehungen. Und oft staunen wir über dieses erste Aufeinandertreffen. Zufall nennen wir das immer dann, wenn die Lebenswelten eigentlich so ganz verschieden sind. 

Meine älteste Berliner Freundin traf ich in einem Straßenkaffee. Das ist inzwischen mehr als 30 Jahren her. Es war nicht zufällig, dass wir miteinander ins Gespräch kamen, eine unsichtbare Hand hatte uns zueinander geführt. Anders kann ich es nicht sagen. Denn unsere Welten, aus denen wir beide jeweils kommen könnten verschiedener kaum sein: Ich eine ostdeutsche Christin vom Dorf – sie eine indische Hindu aus der Millionenstadt New Delhi. Nichts hatten wir beide miteinander zu tun. Und wurden doch beste Freundinnen, einander begleitend und haltend und beglückend durch Jahrzehnte.

Ich fragte mich manchmal: Wie hat sie gelebt, als ich zur Schule ging? Was waren die Geräusche ihrer Kindheit und Jugend und was waren die Orientierungen, an die man sich in ihrer Welt hielt? Es waren ganz unterschiedliche Welten. Wie konnten wir Vertrauen zueinander finden? Wie können wir trotzdem so gut miteinander? 

Da ist etwas, das über alle Unterschiede hinweg verbindet.

Liebe Gemeinde, im biblischen Text heute hören wir von Petrus. Und von Kornelius.

Nichts hatten die beiden bisher miteinander zu tun. Wenig hatten sie gemeinsam. Und doch begegneten sie einander schicksalhaft. Nein, sie wurden keine Freunde, davon jedenfalls spricht die Bibel nicht. Aber sie gehen doch beide aus der Begegnung als veränderte. 

Petrus – ein Mann der ersten Stunde. Von Jesus berufen. Von Anfang an mit ihm unterwegs. Ein Fischer, eng verbunden mit diesem Land und dem großen See an seinen Ufern. Ein Suchender war er. Dann ein Schüler, ein Jünger Jesu, der durch und in Jesus Antworten gefunden hatte zu den Grundfragen des Lebens. Und der nun die Botschaft weitertrug, predigte, taufte, betete, heilte. Von Jesus hatte er gelernt, mit Gottes Augen zu sehen. Schmerzhaft zuweilen, dieser Lernprozess. Doch die frohe Botschaft war stärker. Er war bereit, dafür alles zu geben.

Kornelius war ein Offizier der römischen Besatzungsmacht. Er befehligte eine ganze Hundertschaft Soldaten. Von Ferne kam er, seine Heimat war eine andere. Und seine religiösen Traditionen waren es auch. Doch er hatte etwas gehört, hier, in seiner gegenwärtigen Heimat. Das hatte ihn berührte. Von der Jesusbotschaft hatte er gehört. Es hatte ihn von da an sehr beschäftigt. Das Thema war so stark, dass er sogar davon träumte. Und dann einige seiner Leute losschickte, um Petrus zu bitten, sich mit ihm zu treffen. Von ihm wollte er mehr hören, mit ihm wollte er ins Gespräch kommen. 

Davon erzählt Lukas in der Apostelgeschichte und wir hören nun von dieser Begebenheit.

Petrus sprach zu den Männern, die von Kornelius zu ihm gesandt waren: 

Siehe, ich bin’s, den ihr sucht; aus welchem Grund seid ihr hier? 

Sie aber sprachen: Der Hauptmann Kornelius, ein gerechter und gottes-fürchtiger Mann mit gutem Ruf bei dem ganzen Volk der Juden, hat einen Befehl empfangen von einem heiligen Engel, dass er dich sollte holen lassen in sein Haus und hören, was du zu sagen hast. 

Da rief er sie herein und beherbergte sie.

 

Am nächsten Tag machte er sich auf und zog mit ihnen, 

und einige Brüder aus Joppe gingen mit ihm. 

 

Und am folgenden Tag kam er nach Cäsarea. 

Kornelius aber wartete auf sie und hatte seine Verwandten und nächsten Freunde zusammengerufen. 

 

Und als Petrus hereinkam, ging ihm Kornelius entgegen und fiel ihm zu Füßen und betete ihn an. 

Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Steh auf, auch ich bin ein Mensch. 

 

Und während er mit ihm redete, ging er hinein und fand viele, die zusammengekommen waren. 

Und er sprach zu ihnen: Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Fremden umzugehen oder zu ihm zu kommen; aber Gott hat mir gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll. 

Darum habe ich mich nicht geweigert zu kommen, als ich geholt wurde. 

 

So frage ich euch nun, warum ihr mich habt holen lassen.

Kornelius sprach: Vor vier Tagen um diese Zeit betete ich um die neunte Stunde in meinem Hause. Und siehe, da stand ein Mann vor mir in einem leuchtenden Gewand und sprach: Kornelius, dein Gebet ist erhört und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott. So sende nun nach Joppe und lass herrufen Simon mit dem Beinamen Petrus, der zu Gast ist im Hause des Gerbers Simon am Meer. 

Da sandte ich sofort zu dir; und du hast recht getan, dass du gekommen bist. Nun sind wir alle hier vor Gott zugegen, um alles zu hören, was dir vom Herrn befohlen ist.

 

Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und Recht tut, der ist ihm angenehm.

 

Zwei Menschen begegnen sich, die jeder aus einer ganz eigenen Welt kommen. Simon Petrus, ein Jude und Anhänger von Jesus Christus - nun Botschafter Jesu. Kornelius, ein römischer Offizier, den Kulten der römischen Kaiser folgend und ein religiös Suchender. Wenig verbindet diese Welten. Ihre Begegnung aber verändert sie beide.

Schauen wir hin.

Schauen wir auf Kornelius. Er hatte schon vor der Begegnung mit Petrus begriffen, wie das mit der Liebe im gesellschaftlichen Miteinander gemeint ist. Gottgefällig leben, Benachteiligte unterstützen.  Ein Mensch aus fremdem Kulturkreis mit anderer Religion beseelt von Gott. Kornelius glaubt an Gott, einfach so. Mitsamt seinem Haus. Ähnliche Fälle gab es schon mehrmals: Die Frau aus Syro-Phönizien, der Kämmerer aus Afrika…Anzeichen dafür, dass Gott die anderen Völker sehr wohl im Blick hat. Schon von jeher. 

Während Petrus predigte fiel der Heilige Geist auf alle Zuhörer. Dass dies auch mit Nichtjuden geschah, ist nun wiederum eine große Überraschung für Petrus und seine jüdischen Begleiter. Aus den folgenden Zeilen in der Bibel wissen wir: Petrus befahl daraufhin, Kornelius, seine Freunde und Verwandten zu taufen. Kornelius ist somit nach biblischem Bericht der erste römische Christ ohne jüdische Wurzeln. 

Nach der Begegnung mit Petrus ist er überwältigt und froh. Was für eine von Gott geschenkte Gemeinschaft.

Und Petrus geht weg mit der Erkenntnis: Es geht nicht um Herkunft und Religion. Gott meint mit seiner Botschaft alle Menschen, wirklich alle. Darüber war schon diskutiert worden, zuvor, unter seinen Leuten. Doch er hatte das immer abgelehnt. Dieser Gedanke war ihm zu fremd, er schmeckte ihm überhaupt nicht.  Doch Gott ließ ihn nicht los. Lässt ihn wissen: Du wirst gebraucht. Man sucht dich. Geh los. 

Wir sehen: In der Begegnung mit Menschen wird der Himmel begreiflich. Das lernt Petrus hier in der Begegnung mit Kornelius. Und das kann uns am heutigen Sonntag gute Botschaft sein.

Meine Freundin ist bis heute keine Christin. Sie ist und bleibt Hindu. Ich habe das nie betrauert. Wir spüren so viel Gemeinsames. Wir spüren in unserer Freundschaft Gott. Denn anders kann es doch nicht sein! Nichts sonst kann so verschiedene Lebenswege und Welten überbrücken.

Mir geht mit diesem biblischen Text allerdings noch ein Gedanke nicht aus dem Kopf: In der großen Verschiedenheit von uns Menschen gibt es also genug Göttliches, dass uns verbinden und zusammenhalten kann und will. Es geht um Begegnung. Es geht um das Miteinander. Es geht um das Reden, miteinander Essen, um gemeinsame Erfahrungen und Erlebnisse. Es geht um ein Leben Tür an Tür, welche sich hin und wieder zueinander öffnen.

Wir schaffen das oft genug nicht einmal mit unseren christlichen Schwestern und Brüdern. Sobald unsere christlichen Geschwister ihre Wurzeln und Prägungen in einer anderen Kultur haben, finden wir es schwierig und halten uns lieber in unserer Blase des Bekannten und Gewohnten und Sicheren auf. 

Die Geschwister nehmen uns das übel. Mit Recht. 

„Denkt an uns“, sagen sie - die verfolgten Christen in Nigeria oder Nord-Korea. „Betet mindestens für uns“. „Unterstützt uns, sagen die zu uns kommenden Christen aus Syrien und dem Libanon. „Nur solange, bis wir in eurer Welt auf unseren eigenen Füßen stehen“. (Diesen Ruf haben wir wohl gehört, als 2015 die Menschen vor dem Krieg flohen. Da haben wir uns angestrengt. und es war gut für uns und unsere Gemeinden). „Kommt zu uns und seid mit uns“, sagen die Christen in vielen Regionen auf der Welt, wo sie in der Minderheit leben. 

Ich bin froh, dass es in unserer Landeskirche das sogenannte „Berliner Missionswerk“ gibt (ein alter Name für eine zeitgemäße Begegnungs- und Unterstützungsarbeit mit Menschen in vielen Teilen der Welt). Die Mitarbeitenden dort helfen, die Verbindung zu Menschen auf Kuba zu halten oder nach Schweden, ebenso nach Südafrika oder ins Westjordanland und nach Israel.

Wie es mit Petrus und Kornelius und all den Menschen um sie herum weiterging, wissen wir nicht. Die Christus-Botschaft verbreitete sich von da an in alle Welt. Es ist damit eine bleibende Aufgabe, beieinander zu bleiben.

Doch Gott lässt uns ja nicht allein. So, wie er Petrus führt und bestärkt, so hat Gott es durch all die Jahrhunderte und Jahrtausende mit den Menschen getan. Bis zu uns heute. Und er wird es weiter tun. 

Haben wir also Mut zur Begegnung und zur Gemeinschaft. Wir können dabei nichts weniger als Gott erfahren. Amen.

 

Fürbittengebet 

Barmherziger Gott, Schöpfer der Welt, Herr aller Völker,
danke für deine offenen Arme. 
Danke für deine Liebe, die keine Grenzen kennt.
Danke für alle, die uns helfen auf dem Weg des Glaubens.

Wir bitten dich für deine weltweite Kirche, 
für alle, die den Namen deines Sohnes tragen 
und dein Evangelium bezeugen: 
Leite sie, leite uns alle durch deinen Geist. 
Hilf uns, Trennungen zu überwinden, 
Konflikte zu lösen 
und einander bei allen Unterschieden 
als Schwestern und Brüder zu erkennen.

Wir bitten dich heute besonders für alle, 
die für ihr Glaubenszeugnis verfolgt und misshandelt werden, 
die einen hohen Preis zahlen für ihre Treue zu dir. 

Menschen in Nordkorea und in Syrien, im Sudan und Nigeria, in Algerien, im Iran…an zu vielen Orten auf dieser Welt.
Gott, steh ihnen bei, 
stärke ihren Glauben 
und rette sie aus der Hand ihrer Verfolger.

Wir bitten dich um Frieden für deine zerrissene Welt, 
um ein Ende von Krieg und Terror. 
Lass Friede werden zwischen den Völkern, 
damit alle Menschen diese Erde als ihre gemeinsame Heimat erkennen 
und lernen, friedlich miteinander zu leben.

Wir bringen die Menschen in der Ukraine vor dich; 
in Israel und Gaza; im Sudan; im Jemen. 
Wir bitten dich heute besonders für die Menschen im Iran, 
die sich nach Freiheit und Gerechtigkeit sehnen. 
Tritt all denen entgegen, 
die anderen Gewalt antun. 
Wehre den Diktatoren. 
Hilf uns allen, gemeinsam für Frieden und Recht einzutreten.

Wir bitten dich für alle, 
die in unserem Land an Grenzen stoßen: 
Weil sie zu arm sind oder zu alt; 
weil sie mit einem Handicap kämpfen oder mit einer schweren Krankheit; 
weil sie täglich erleben, nicht gewollt und nicht akzeptiert zu sein. 

Wir bitten dich um deinen Schutz für alle, 
die Gewalt erfahren: 
für die Kinder und die Frauen, für alle Menschen, die in ihrem eigenen Zuhause nicht sicher sind; 
für alle, die wegen ihrer Herkunft oder ihrer Religion angegriffen werden; 
für alle, die auf der Straße leben und keinen sicheren Ort haben. 
Hilf uns, füreinander da zu sein, 
einander zu sehen und einander beizustehen. 
Mach diese Kirche diese Gemeinde zu einem Ort, 
an dem alle sicher sind.

Wir bringen uns selbst vor dich 
und das, was wir im Herzen tragen: 
Unseren Dank für alles, 
was du uns schenkst; 
unsere Liebe zu denen, 
die zu uns gehören; 
unsere Trauer um die, 
die uns vorangegangen sind 
und die wir vermissen. 
Stärke unser Vertrauen, 
dass wir alle in deiner Hand geborgen sind

In der Stille bringen wir vor Dich, was uns bewegt: STILLE

Herr, du rufst uns zum Leben in dir und für dich. 
Hilf uns leben in der Gewissheit, 
dass du uns kennst und uns siehst. 

So beten wir mit Jesu Worten: Vater unser…

 

Lied:    Ev. Gesangbuch Nr. 293, 1-2, Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all

1) Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all,
lobt Gott von Herzensgrunde,
preist ihn, ihr Völker allzumal,
dankt ihm zu aller Stunde,
dass er euch auch erwählet hat
und mitgeteilet seine Gnad
in Christus, seinem Sohne.

2) Denn seine groß' Barmherzigkeit
tut über uns stets walten,
sein Wahrheit, Gnad und Gütigkeit
erscheinet Jung und Alten
und währet bis in Ewigkeit,
schenkt uns aus Gnad die Seligkeit;
drum singet Halleluja.

 

Segen

Der Herr segne dich und behüte dich.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.

Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir + Frieden.

Amen.

 

Mit herzlichen Grüßen, Ihre Pfarrerin Brigitte Schöne

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Gottesdienst haben, dürfen Sie mir gerne schreiben: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 

Informationen: 

Am kommenden Sonntag, 01.02.26, feiern wir um 10 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl mit Prädikant Hajo Fentz und Dorina Adelsberger (Orgel).

Herzliche Einladung zum Gedenkgottesdienst für die Opfer des Nationalsozialismus am Dienstag, den 27.1.2026 um 18 Uhr in der großen Paulus-Kirche am Hindenburgdamm 101. Alle unsere Konfirmanden haben sich darauf inhaltlich in den vergangenen zwei Wochen vorbereitet und werden daran teilnehmen. 

Herzliche Einladung zum Mitsingen in unserem Chor. Das macht gute Laune! Nach der Verabschiedung von Marion Meyer im Dezember wird den Chor ab sofort Stefan Meinecke leiten. 

Jeden Montag von 19 bis 21 Uhr.

Der GKR hat in seiner letzten Sitzung den Haushaltsplan für 2026/27 verabschiedet. Er ist vom 02. bis 06.02.26 im Gemeindebüro während der Öffnungszeiten einsehbar. 

Pfarrerin Schöne geht vom 26.1. – 31.1.26 in Klausur und ist nicht zu erreichen. Bitte wenden Sie sich an die Küsterei oder Pfr. Matri.

Die heutige Kollekte sammeln wir für Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V. und an der Kirchentür für die Kirchenmusik (unser Gemeindechor). 

Spendenkonto: 

Ev. Kirchenkreisverband Berlin Süd-West

IBAN: DE34 5206 0410 1803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Kennwort: Kollekte 25.01.2026 (und gewünschter Verwendungszweck)

Wir leiten Ihre Kollekte ggf. weiter! Gern senden wir auch eine Spendenbescheinigung zu