Psalm, Lieder, Gebete und Predigt von Pfarrer Oliver Matri

Biblischer Vers für die Woche:
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden." 2. Korinther 5, 17
Liebe Leserinnen und Leser,
Herzlich willkommen zu dieser Andacht. Wir stimmen uns ein mit dem Wochenspruch: "Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden." Der heutige Sonntag trägt den Namen „Jubilate“. Jubilate heißt „Jubelt!“. Neue Kreatur – neue Schöpfung, und Jubel. Die Natur beginnt ja gerade zu jubeln, es wird Frühling. Und es war „Earth Day“ vergangene Woche, der Tag der Erde. Vielleicht hat da der eine oder andere auch an die Schöpfung gedacht und vielleicht sogar über sie gejubelt. Genau das können wir jetzt auch mit dem ersten Lied tun, in dem es um die Erde geht:
Lied
Gott gab uns Atem (EG 432, 1-3)
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Psalm 66
Jauchzet Gott, alle Lande!
Lobsinget zur Ehre seines Namens;
rühmet ihn herrlich!
Sprecht zu Gott: Wie wunderbar sind deine Werke!
Deine Feinde müssen sich beugen vor deiner großen Macht.
Alles Land bete dich an und lobsinge dir,
lobsinge deinem Namen.
Kommt her und sehet an die Werke Gottes,
der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.
Er verwandelte das Meer in trockenes Land,
sie gingen zu Fuß durch den Strom;
dort wollen wir uns seiner freuen.
Er herrscht mit seiner Gewalt ewiglich,
seine Augen schauen auf die Völker.
Die Abtrünnigen können sich nicht erheben.
Lobet, ihr Völker, unsern Gott,
lasst seinen Ruhm weit erschallen,
der unsre Seelen am Leben erhält
und lässt unsere Füße nicht gleiten.
Gebet
Bitten wir Gott um sein Erbarmen.
Guter Gott,
du Schöpfer des Himmels und der Erde,
du Quelle allen Lebens –
wir kommen vor dich, so wie wir sind.
Du hast uns das Leben geschenkt,
diese Welt anvertraut,
die aufblüht und wächst, die uns erfreut und trägt.
Und doch gehen wir oft achtlos an ihr vorbei.
Wir nehmen, was uns gegeben ist,
ohne zu danken, ohne zu staunen.
Herr, erbarme dich.
Du rufst uns in deine Nähe,
lädst uns ein, dir zu vertrauen.
Doch wir gehen oft eigene Wege,
verlassen uns auf das, was wir selbst können,
und verlieren dich dabei aus dem Blick.
Herr, erbarm dich über uns.
Du kennst unsere Unruhe,
unsere Zweifel, unsere Müdigkeit.
Du siehst, wie vieles uns beschäftigt,
wie wenig Raum wir dir manchmal geben.
Und doch suchst du uns immer wieder,
rufst uns zurück zu dir.
Herr, erbarm dich über uns.
Erneuere uns durch deinen Geist.
Öffne unsere Herzen für dein Wort.
Lass uns aufmerksam werden für deine Gegenwart –
hier und heute, in dieser Andacht.
Amen.
Gnadenzuspruch
„Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ (2. Korinther 5,17)
Der allmächtige und barmherzige Gott hat sich unser erbarmt.
Er vergibt uns unsere Schuld, erneuert unser Leben
und schenkt uns Anteil an seinem neuen Anfang.
Was gewesen ist, muss uns nicht mehr festhalten.
Gott spricht uns frei und ruft uns in ein neues Leben.
Gebet
Gott, unser Vater,
du bist die Quelle des Lebens.
Du schenkst Wachstum und neue Kraft.
Wir danken dir für diesen Tag,
für dein Wort, das uns ruft und trägt,
für deine Nähe, die uns erneuert.
Lass uns bei dir bleiben
und aus deiner Kraft leben.
Öffne unsere Herzen für dein Wort,
dass es in uns Wurzeln schlägt
und Frucht bringt in unserem Leben.
Stärke unseren Glauben,
erneuere unsere Hoffnung
und leite uns in deiner Liebe.
Darum bitten wir dich
durch Jesus Christus, unseren Herrn, der mit dir, Vater, und dem Heiligen Geist,
lebt und Leben schafft, jetzt und in Ewigkeit. Amen.
Evangelium
Johannes 15,1-8
Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner. Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; und eine jede, die Frucht bringt, reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe. Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt die Reben und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.
Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.
Lied
Die ganze Welt, Herr Jesu Christ (EG 110)
1. Die ganze Welt, Herr Jesu Christ,
Halleluja, Halleluja,
in deiner Urständ* fröhlich ist.
Halleluja, Halleluja.
2. Das himmlisch Heer im Himmel singt,
Halleluja, Halleluja,
die Christenheit auf Erden klingt.
Halleluja, Halleluja.
3. Jetzt grünet, was nur grünen kann,
Halleluja, Halleluja,
die Bäum zu blühen fangen an.
Halleluja, Halleluja.
6. Die ganze Welt, Herr Jesu Christ,
Halleluja, Halleluja,
in deiner Urständ fröhlich ist.
Halleluja, Halleluja.
* Urständ = Auferstehung
Predigt
Ich war gerade mit der 11. Klasse fertig – Sommerferien. Gemeinsam mit einem Schulkameraden machte ich mich auf zu einer Radtour. Es ging durch das deutsch-französische Grenzgebiet und die Vogesen. Eine wunderschöne Gegend – Mittelgebirge, kleine Dörfer, und vor allem: Weinberge, so weit das Auge reicht.
Wir hatten wenig Geld, für Campingplätze reichte es nicht, also zelteten wir wild. Eines Abends schlugen wir unser Zelt in einem Weinberg auf. Ich sehe dieses Bild noch ganz deutlich vor mir: In sauberen, fast kunstvollen Reihen standen da die Weinstöcke. Knorrige, gedrungene Stämme, fast wie kleine Bäume. Aus ihnen wuchsen die Reben, sorgfältig an Drähten befestigt. Und an diesen Reben hingen Trauben – noch klein und unreif, denn es war Hochsommer.
Was mir aber besonders auffiel: Zwischen den Reihen lag immer wieder etwas am Boden. Abgeschnittene, vertrocknete Zweige, zusammengerecht zu kleinen Haufen. Reben, die der Winzer entfernt hatte. Sie trugen keine Frucht – und sie hätten dem Weinstock nur unnötig Kraft geraubt.
Damals habe ich mir darüber nicht viele Gedanken gemacht. Heute verstehe ich: Dieses Bild ist genau das, was Jesus vor Augen hat, wenn er sagt: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“ Für seine Zuhörer war das ein alltägliches Bild. Für uns ist es vielleicht weniger vertraut. Aber es ist ein starkes Bild.
Der Weinstock – das ist die Quelle. Er hat die Wurzeln im Boden. Er zieht Wasser und Nährstoffe. Er gibt Saft und Kraft weiter an die Reben. Und die Reben? Sie tragen die Trauben. Sie bringen die Frucht hervor. Aber nur, weil sie mit dem Weinstock verbunden sind.
Ohne diese Verbindung – geht nichts. Eine Rebe, die vom Weinstock getrennt ist, kann keine Frucht bringen. Sie vertrocknet. Sie wird weggeworfen. „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“ Was für eine Idee, dass eine Rebe ohne die Verbindung zum Weinstock klarkommen könnte. Dass sie die Trauben gleichsam aus sich selbst hervorbringen könnte!
Und doch – wenn ich ehrlich bin – steckt in mir genau diese Tendenz: so zu leben, als könnte ich ohne diese Verbindung auskommen. Als könnte ich mein Leben als Christ selbst tragen. Als könnte ich Frucht bringen aus eigener Kraft. Jesus nachfolgen aus eigener Kraft.
Aber Jesus sagt etwas anderes. Und dabei ist wichtig zu verstehen, wann er das sagt. Diese Worte fallen kurz vor seinem Tod. Jesus verabschiedet sich von seinen Jüngern. Er bereitet sie darauf vor, dass er nicht mehr in der bisherigen Weise bei ihnen sein wird. Und er gibt ihnen wichtige Dinge mit für die Zeit nach seinem Tod und seiner Auferstehung – also für die Zeit, in der auch wir leben!
Eine Abschiedsrede. Und in dieser Rede sagt er immer wieder ein Wort: Bleiben. „Bleibt in mir, und ich in euch.“ Dieses „Bleiben“ ist wie ein Leitmotiv. Es zieht sich durch den ganzen Abschnitt. Auf den ersten Blick komisch: Jesus geht – und spricht vom Bleiben. Was meint er damit?
Bleiben heißt: verbunden bleiben. In Beziehung bleiben. Nicht loslassen. Es geht nicht darum, dass wir aus eigener Kraft gute Früchte produzieren – sozusagen als moralische Aufforderung: „Du sollst gute Früchte hervorbringen!“. Sondern es geht darum, dass wir mit Gott, mit Jesus verbunden bleiben. Auf seine Worte hören, von ihm lernen, ihm nachfolgen.
Man könnte denken: Klingt das nicht nach Abhängigkeit? Nach Vereinnahmung? Nach etwas Mystischem, das schwer greifbar ist?
Aber genau das ist es nicht. Denn Jesus sagt das im Abschied. Er zwingt niemanden, festzuhalten. Er lädt ein, die Verbindung freiwillig zu bewahren.
Und er beschreibt diese Verbindung ganz konkret: wie bei einer Rebe und dem Weinstock. Da fließt Leben. Da fließt Kraft. Da findet Austausch statt.
Und darin liegt auch etwas sehr Entlastendes: Ich bin die Rebe. Nicht der Weinstock, und auch nicht der Winzer. Ich muss nicht alles aus mir selbst hervorbringen. Ich darf empfangen. Ich darf leben aus einer Quelle, die größer ist als ich.
Und dann sagt Jesus diesen starken Satz: „Ohne mich könnt ihr nichts tun.“ Wenn ein Mensch so etwas sagt, wirkt das schnell überheblich. „Ohne mich läuft hier gar nichts“ – so eine Haltung kann ziemlich nerven.
Aber hier spricht nicht irgendein Mensch. Hier spricht der, der sagt: „Ich bin.“ „Ich bin der wahre Weinstock“. Und wenn Jesus sagt „ich bin“, dann schwingen im Hintergrund immer die Worte Gottes aus der Begegnung mit Mose im brennenden Dornbusch mit: „Ich bin, der ich bin“. Ich bin der wahre Weinstock – das heißt:
Ich bin deine Quelle.
Ich bin dein Schöpfer.
Ich bin deine Lebenskraft.
Wenn du glaubst – dann lebst du aus mir.
Soweit so gut. Ich soll am Weinstock bleiben, und Frucht bringen. Aber was bedeutet das konkret? Was ist diese „Frucht“, von der Jesus spricht? Man könnte denken: Es geht um Mission. Neue Jüngerinnen und Jünger zu gewinnen. Aber das erwähnt Jesus mit keinem Wort. Er sagt: „Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.“
Frucht ist das, was aus dem Bleiben wächst: Glaube. Liebe. Handeln, das dem Leben dient. Frucht ist ein Leben, das geprägt ist von der Verbindung zu Christus.
Und das Entscheidende ist: Diese Frucht entsteht nicht aus eigener Leistung. Ein Bibelausleger hat es einmal so formuliert: „Jesus schenkt, was er fordert.“ Das ist ein unglaublich befreiender Satz. Jesus fordert Frucht – aber er gibt auch die Kraft dazu. Er fordert Liebe – aber er schenkt auch die Liebe. Er fordert Glauben – aber er weckt ihn auch.
Und: Er zwingt uns nicht. Bleiben ist eine Entscheidung. Ich kann mich dafür entscheiden, verbunden zu bleiben. Oder ich kann mich lösen. Und genau das greift Jesus auf, wenn er von den abgeschnittenen Reben spricht.
„Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt die Reben und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen.“
Das Bild vom Feuer klingt hart. Drastisch. Aber es geht Jesus nicht darum, Angst zu machen. In seiner Zeit, in seiner Kultur waren solche starken Bilder üblich, um etwas deutlich zu machen. Jesus geht es nicht um Drohung, sondern um Klarheit: Ohne die Verbindung zum Weinstock gibt es kein Leben.
Und umgekehrt: Mit dieser Verbindung ist unglaublich viel möglich. Ein Leben, das Frucht bringt. Ein Leben, das trägt. Ein Leben, das erfüllt ist.
Dann sagt Jesus noch etwas, das fast zu schön klingt, um wahr zu sein: „Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren.“ Ist das eine Garantie für Gebetserhörung? So einfach ist es nicht. Es geht hier nicht um einen Mechanismus nach dem Motto: richtig glauben = alles bekommen.
Und es geht auch nicht darum, im Nachhinein zu sagen: „Dein Gebet wurde nicht erhört, also warst du wohl nicht nah genug bei Jesus.“
Nein, es geht um Vertrauen. Um ein tiefes, grenzenloses Vertrauen darauf, dass Gott hört. Dass Gott handelt. Dass Gott da ist. Und auch, dass unser Wollen sich verändert, wenn wir in ihm bleiben. Dass unser Herz mehr und mehr mit seinem Herz in Einklang kommt.
Dass wir erneuert werden: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“
Genau das, liebe Gemeinde, dürfen wir heute feiern, am Sonntag „Jubilate“. Jubelt! Denn: Wenn wir in ihm sind, dann beginnt etwas Neues. Nicht irgendwann. Nicht erst später. Jetzt. Ein neues Leben. Eine neue Perspektive. Eine neue Kraftquelle.
Bleiben wir verbunden, wie die Rebe am Weinstock. Und vielleicht nehmen wir dieses Bild mit in unseren Alltag: Wo versuche ich gerade, aus mir selbst Frucht zu tragen als Christ, als Christin? Wo habe ich die Verbindung aus dem Blick verloren? Wo darf ich neu andocken?
Und vielleicht ist das „Bleiben“ ganz schlicht: Ein Gebet. Ein Moment der Stille. Ein Wort aus der Bibel. Ein Akt der Liebe. Kleine Zeichen der Verbindung.
Denn das Entscheidende ist nicht, wie groß unsere Frucht ist. Entscheidend ist, dass wir verbunden bleiben. Verbunden mit dem, der uns heute sagt: „Ich bin der Weinstock. Ihr seid die Reben.“
Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn.
Amen.
Lied
Bei dir, Jesu, will ich bleiben (EG 406)
1. Bei dir, Jesus, will ich bleiben,
stets in deinem Dienste stehn;
nichts soll mich von dir vertreiben,
will auf deinen Wegen gehn.
Du bist meines Lebens Leben,
meiner Seele Trieb und Kraft,
wie der Weinstock seinen Reben
zuströmt Kraft und Lebenssaft.
2. Könnt ich's irgend besser haben
als bei dir, der allezeit
so viel tausend Gnadengaben
für mich Armen hat bereit?
Könnt ich je getroster werden
als bei dir, Herr Jesu Christ,
dem im Himmel und auf Erden
alle Macht gegeben ist?
3. Wo ist solch ein Herr zu finden,
der, was Jesus tat, mir tut:
mich erkauft von Tod und Sünden
mit dem eignen teuren Blut?
Sollt ich dem nicht angehören,
der sein Leben für mich gab,
sollt ich ihm nicht Treue schwören,
Treue bis in Tod und Grab?
Fürbitte
Barmherziger Gott,
du bist der Weinstock, die Quelle allen Lebens.
Wir bitten dich für deine Kirche in aller Welt:
Lass sie bei dir bleiben,
verwurzelt in deinem Wort und getragen von deiner Liebe.
Stärke alle, die dein Wort verkünden,
dass sie nicht aus eigener Kraft leben,
sondern aus der Verbindung mit dir.
Wir bitten dich für diese Erde, deine Schöpfung:
für alles, was wächst, blüht und Frucht bringt.
Bewahre, was du geschaffen hast,
und lehre uns, achtsam mit ihr umzugehen.
Lass uns nicht nur nehmen,
sondern aus deiner Fülle leben und weitergeben.
Wir bitten dich für die Menschen,
die sich abgeschnitten fühlen vom Leben,
die keine Kraft mehr haben oder keinen Halt finden:
Bleibe du bei ihnen,
und schenke ihnen neue Verbindung, neue Hoffnung.
Lass sie spüren, dass sie nicht verloren sind,
sondern gehalten in deiner Liebe.
Wir bitten dich für uns selbst:
Lehre uns, bei dir zu bleiben.
Wenn wir meinen, alles allein schaffen zu müssen,
erinnere uns daran, dass wir aus dir leben.
Schenke uns deine Kraft,
damit in unserem Leben Frucht wächst –
Glaube, Liebe und Hoffnung.
Alles, was uns sonst noch bewegt,
legen wir in die Worte, die Jesus uns gelehrt hat:
Vaterunser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.
Lied
Du bist der Weg und die Wahrheit und das Leben (EG-Erweiterungsband, Nr. 23)
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Segen
Gott segne Dich und er behüte Dich.
Gott lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf Dich und gebe Dir Frieden. Amen.
Mit herzlichen Grüßen, Pfarrer Oliver Matri
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