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Psalm, Lieder, Gebete und Predigt von Pfarrer Oliver Matri

 

 

Biblischer Vers für die Woche:

„Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit."

Psalm 145, 15

 

Liebe Leserinnen und Leser,

„Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.“ Mit diesem Wochenspruch feiern wir heute Erntedank. Er erinnert uns daran, dass vieles von dem, was unser Leben trägt, nicht selbstverständlich ist und nicht allein in unserer Hand liegt.

Gleich nach dem ersten Lied werden wir mit Psalm 104 beten. Der Psalm nimmt uns mit hinein in das Staunen über Gottes Schöpfung: über Erde und Wasser, Pflanzen und Tiere, Licht und Dunkelheit – und über all das, was uns zum Leben gegeben ist.

So wollen wir heute innehalten, wahrnehmen und danken: für das, was uns geschenkt ist, für die Menschen, die unser Leben bereichern, und für Gottes gute Schöpfung.

 

Lied

Wir pflügen und wir streuen (Ev. Gesangbuch 508)

1) Wir pflügen und wir streuen
den Samen auf das Land,
doch Wachstum und Gedeihen
steht in des Himmels Hand:
Der tut mit leisem Wehen
sich mild und heimlich auf
und träuft, wenn heim wir gehen,
Wuchs und Gedeihen drauf.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt,
drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

2) Er sendet Tau und Regen
und Sonn- und Mondenschein,
er wickelt seinen Segen
gar zart und künstlich ein
und bringt ihn dann behände
in unser Feld und Brot:
Es geht durch unsre Hände,
kommt aber her von Gott.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt,
drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

3) Was nah ist und was ferne,
von Gott kommt alles her,
der Strohhalm und die Sterne,
der Sperling und das Meer.
Von ihm sind Büsch und Blätter
und Korn und Obst von ihm,
das schöne Frühlingswetter
und Schnee und Ungestüm.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt,
drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

4) Er lässt die Sonn aufgehen,
er stellt des Mondes Lauf;
er lässt die Winde wehen
und tut den Himmel auf.
Er schenkt uns so viel Freude,
er macht uns frisch und rot;
er gibt den Kühen Weide
und unsern Kindern Brot.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt,
drum dankt ihm, dankt und hofft auf ihn!

 

Psalm 104

Lobe den Herrn, meine Seele!
Du lässest Brunnen quellen in den Tälern,
dass sie zwischen den Bergen dahinfließen,
dass alle Tiere des Feldes trinken
und die Wildesel ihren Durst löschen.
Darüber sitzen die Vögel des Himmels
und singen in den Zweigen.
Du tränkst die Berge von oben her,
du machst das Land voll Früchte, die du schaffest.
Du lässest Gras wachsen für das Vieh
und Saat zu Nutz den Menschen,
dass du Brot aus der Erde hervorbringst,
dass der Wein erfreue des Menschen Herz
und sein Antlitz glänze vom Öl
und das Brot des Menschen Herz stärke.

Es wartet alles auf dich,
dass du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit.
Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie;
wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt.
Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie;
nimmst du weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder Staub.
Du sendest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen,
und du machst neu das Antlitz der Erde.

Ich will dem Herrn singen mein Leben lang
und meinen Gott loben, solange ich bin.

 

Gebet

Bitten wir Gott um sein Erbarmen.

Gott, du Schöpfer des Lebens,
wir kommen vor dich mit allem, was uns bewegt:
mit unserer Freude und unserer Sorge, mit unserem Überfluss und unserem Mangel.
Vergib uns, wo wir achtlos geworden sind,
wo wir das Gute übersehen und als selbstverständlich nehmen, was uns geschenkt ist.
Öffne unsere Augen für die Menschen, die auf unsere Hilfe warten, und unser Herz für deine Schöpfung.
Nimm von uns, was uns belastet, und schenke uns deine Barmherzigkeit und deinen Frieden.
Gott, erbarme dich.
Amen.

 

Gnadenzuspruch

In Psalm 145 folgen auf den Wochenspruch diese Worte: „Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen.“
(Psalm 145, 16)

Gott sieht, was uns fehlt, und kennt, was wir brauchen.
Seine Güte lässt uns immer wieder neu anfangen.
Seine Barmherzigkeit ist größer als unsere Schuld,
seine Liebe trägt uns – heute und an jedem neuen Tag.

 

Gebet

Gütiger Gott, barmherziger Vater,
wir danken dir für unser tägliches Brot,
für die Früchte des Feldes,
für alles, was du hast gedeihen und gelingen lassen.
All das sind Zeichen deiner Liebe.
Gib uns Einsicht und Klugheit,
mit deinen Gaben so umzugehen,
dass viele sich daran freuen und dich ehren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn,
der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und Leben schafft,
jetzt und in Ewigkeit.
Amen.

 

Evangelium

Markus 8, 1-9 (Übersetzung: BasisBibel)

Zu dieser Zeit war wieder eine große Volksmenge
bei Jesus zusammengekommen.
Da die Menschen nichts zu essen hatten,
rief Jesus die Jünger zu sich.
Er sagte zu ihnen:
„Ich habe großes Mitleid mit den Menschen.
Sie sind nun schon drei Tage bei mir
und haben nichts zu essen.
Wenn ich sie hungrig nach Hause schicke,
werden sie unterwegs zusammenbrechen –
denn einige sind von weit her gekommen.“
Seine Jünger antworteten:
„Wo soll in dieser einsamen Gegend das Brot herkommen,
um diese Leute satt zu machen?“
Und er fragte sie: „Wie viele Brote habt ihr?“
Sie antworteten: „Sieben.“
Jesus forderte die Volksmenge auf,
sich auf dem Boden niederzulassen.
Dann nahm er die sieben Brote.
Er dankte Gott, brach sie in Stücke
und gab sie seinen Jüngern zum Verteilen.
Und die Jünger teilten das Brot an die Volksmenge aus.
Sie hatten auch noch einige kleine Fische.
Jesus dankte Gott dafür
und ließ sie ebenfalls austeilen.
Die Menschen aßen und wurden satt.
Danach sammelten sie die Reste
und füllten damit sieben Körbe.
Es waren etwa 4000, die Jesus heimschickte.

 

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.

 

Lied

Wenn das Brot, das wir teilen (Singt Jubilate 179, 1-5)

Der Text dieses Liedes ist urheberrechtlich geschützt und kann deshalb hier leider nicht wiedergegeben werden.

 

Predigt

Einleitung: Die einfache und die schwierige Predigt
Erntedank ist wieder einmal so ein Fest, zu dem es eine einfache und eine schwierigere Predigt gibt. Die einfache geht so: Wir sollten Gott dankbar sein für alles, was wir haben. Und wenn man dankbar ist, teilt man auch gerne. Und wenn man teilt, ist irgendwie genug für alle da. So war es ja auch bei Jesus und den 4000 Menschen, von denen das Evangelium heute erzählt. Das ist die einfache Predigt, die gibt es immer wieder zu Erntedank, und ich muss zugeben, ich habe sie so oder ähnlich auch schon gehalten. Denn natürlich stimmt das alles. Aber irgendwie klingt es auch ein bisschen nach Moralpredigt: Seid dankbar! Teilt miteinander! Dann wird die Welt besser!

1. „Radikales Staunen“
Weil so eine Predigt schnell langweilig wird, versuchen wir es heute einmal mit der schwierigeren. Dazu würde ich gerne etwas tiefer ansetzen: Wie entsteht Dankbarkeit eigentlich? Und was hat sie mit unserem Leben und unserem Glauben zu tun? Der jüdische Philosoph und Theologe Abraham Heschel hat einmal gesagt: „Unser Ziel sollte sein, das Leben in radikalem Staunen zu leben – morgens aufzuwachen und auf die Welt zu schauen, als sei nichts selbstverständlich.“
Als sei nichts selbstverständlich. Das klingt zunächst ganz einfach. Aber wenn ich ehrlich bin, ist es gar nicht so leicht. 
Wie oft beginne ich meinen Tag, ohne groß darüber nachzudenken, was alles da ist. Das Wasser kommt aus dem Hahn, die Heizung funktioniert, der Kühlschrank ist gefüllt. Ich habe ein Dach über dem Kopf, Menschen, die mir nahestehen, und Aufgaben, die meinem Leben einen Sinn geben. Und wenn etwas davon einmal nicht funktioniert, dann fällt es mir sofort auf. Aber solange alles läuft – setze ich all das als selbstverständlich voraus! Dabei ist nichts davon wirklich selbstverständlich. Nicht einmal, dass ich morgens aufwache und einen neuen Tag vor mir habe.
Ich merke: Es braucht genau die entgegengesetzte Haltung, dieses radikale Staunen, um Dankbarkeit entstehen zu lassen. Um mir neu bewusst zu werden: All das Selbstverständliche ist eben nicht selbstverständlich.

2. „Dank ist eine Praxis“
Doch wie gelingt das im Alltag, dieses „radikale Staunen“? Abraham Heschel war Jude, wie gesagt, und von unseren jüdischen Geschwistern lässt sich viel lernen. Sie leben ihren Glauben nicht nur im Kopf, sondern immer auch konkret und praktisch. Was den Dank angeht, hat das jemand so ausgedrückt: „Dank ist keine Stimmung, sondern eine Praxis!“
Jesus macht es vor, im Evangelium: Er nimmt die Brote der Jünger und dann heißt es, er „dankt Gott“. Was könnte er da gesagt haben? Das Judentum kennt viele verschiedene Dankgebete. Bevor man Brot isst, wird z.B. gebetet: „Gesegnet seist Du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der Brot aus der Erde hervorbringt.“ So erinnert man sich vor jeder Mahlzeit: Dass ich lebe, und dass ich Nahrung habe, ist nicht selbstverständlich. Es ist ein direktes Geschenk von Gott.
Das ist der Brauch, das ist die Praxis – der Dank gehört einfach dazu. Und er bewirkt etwas: „Dank verwandelt Wahrnehmung“, hat jemand dazu gesagt.

3. Erst „being with“ – dann „being for”
„Dank verwandelt Wahrnehmung, Teilen verändert Wirklichkeit“, so geht der Satz weiter. Auf den ersten Blick passt er wunderbar zu unserer Episode aus dem Markusevangelium: Jesus dankt und teilt die sieben Brote in kleine Stücke und lässt sie austeilen, und auf wundersame Weise werden 4000 Menschen satt. „Wenn man teilt, ist genug für alle da“, so habe ich das vorhin karikiert als Teil der „einfachen Predigt“. Das stimmt natürlich, das stimmt auch in Bezug auf unsere Welt: Wenn wir, denen es gut geht, teilen würden, wäre auch genug da für die, die Mangel leiden.
Das ist ein wichtiger Punkt – doch wer die Speisung der 4000 darauf reduziert, der klammert Gott aus. Denn hier wird zwar geteilt, ja, hier ist die Rede von einer wundersamen Vermehrung – aber im Zentrum der Ereignisse steht Jesus selbst! Und was mich dabei besonders anspricht, ist die Reihenfolge: Jesus versorgt die Volksmenge mit Essen – aber erst, nachdem sie drei Tage zusammen waren! „Sie sind nun schon drei Tage bei mir…“ sagt Jesus – drei Tage, die intensiv gewesen sein müssen: Jesus hat Zeit mit ihnen verbracht, ihnen zugehört und zu ihnen gesprochen. Ein anglikanischer Theologe hat das „being with“ genannt – dass Gott bei uns ist. Und erst danach kommt das „being for“, dass Gott für uns da ist, die Versorgung.
Gott ist weder ein reiner „Bedürfniserfüller“, an den ich mich zuerst mit meinen Bedürfnissen wende, so grundlegend und legitim die auch sein mögen. Noch ist Gott nur für das „geistliche“ zuständig, als ließe sich für uns Menschen das geistliche Leben vom materiellen Leben trennen. Beides gehört zusammen. Und Gott möchte auch dann mit uns sein, wenn gerade alles in Ordnung ist. „Being with“ und „being for“, Gott ist bei uns.

4. Danken als Weg zu Gott?
Vom Danken und vom Teilen habe ich gesprochen – aber in der Episode passiert ja noch mehr: Jesus fragt seine Jünger, wie viele Brote sie haben. Sieben, antworten sie. Sieben Brote für 4000 Menschen. Was soll das schon ausrichten?
Die Jünger sehen vor allem, was fehlt. Sie sehen die riesige Menge hungriger Menschen und die wenigen Brote, die ihnen zur Verfügung stehen. Vielleicht kennen wir diese Situation auch aus unserem eigenen Leben.
Wir sehen eine Aufgabe, die uns überfordert. Wir möchten jemandem helfen, wissen aber nicht, wie. Oder wir erleben eine Krise und haben das Gefühl, nicht genügend Kraft zu haben, um sie durchzustehen. „Das schaffe ich nie!“
Markus erzählt, dass Jesus sich die sieben Brote geben lässt. Er dankt Gott, bricht die Brote und gibt sie den Jüngern, damit sie sie austeilen. Und am Ende werden alle satt. Sogar sieben Körbe bleiben übrig.
Das ist ein Wunder. Und ich glaube, wir würden die Geschichte zu klein machen, wenn wir sie nur als Aufforderung zum Teilen verstehen würden. Denn Markus erzählt ausdrücklich, dass Jesus dankt und dass aus dem Wenigen mehr wird, als die Menschen brauchen.
Darin liegt für mich eine wichtige Erfahrung des Glaubens: Ich muss nicht alles selbst können und alles selbst aufbringen. Ich darf Gott das hinhalten, was ich habe – auch wenn es mir wenig erscheint. Meine Zeit, meine Fähigkeiten, meine Kraft, meine Möglichkeiten. Ich kann ihm dafür danken. Und ich kann darauf vertrauen, dass Gott etwas daraus machen kann. Manchmal merke ich dann staunend: es reicht ja doch!
Wie kommt das? Habe ich mich vorher verschätzt, war ich zu verzagt? Oder ist da doch etwas passiert? Der entscheidende Punkt für heute scheint mir der Dank zu sein: In dem Moment, in dem ich Gott danke, verbinde ich mich mit ihm. Ich werde frei von der Fixierung auf mich selbst mit meinen geringen Möglichkeiten. Frei davon, alles aus eigener Kraft machen zu wollen. Ich werde mir meiner Abhängigkeit, meiner Angewiesenheit neu bewusst. Statt alles als selbstverständlich anzusehen, empfange ich es als Geschenk von dem Gott, der mit mir ist. Und so werde ich auch fähig, das von ihm zu empfangen, was mir fehlt.

5. Schluss
Schließen möchte ich mit einem jüdischen Gebet, das nach dem Essen gesprochen wird: „Gelobt seist du, Ewiger, unser Gott, Gebieter der Welt, der du die Welt mit Güte, Gnade und Barmherzigkeit nährst, jedem Geschöpf Unterhalt gibst, ewig währt deine Güte.“ Mich berührt dieses Gebet – es sagt so viel mehr als: „Danke, Gott, für dieses Essen.“ Es erinnert: Gott nährt diese Welt, und er tut das mit Güte, Gnade und Barmherzigkeit. Möge dieses Erntedankfest Gelegenheit sein für uns, das neu zu erkennen. Unsere Perspektive davon verändern zu lassen: Nichts ist selbstverständlich! Aus dem Dank eine Praxis zu machen. Und zu erleben: Gott ist mit mir, und Gott ist für mich.

Und der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus.
Amen.

 

Lied

Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit (Ev. Gesangbuch 502, 1.3.4)

1) Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit!
Lob ihn mit Schalle, werteste Christenheit!
Er lässt dich freundlich zu sich laden;
freue dich, Israel, seiner Gnaden,
freue dich, Israel, seiner Gnaden!

3) Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein,
zur grünen Weiden stellet euch willig ein;
da lässt er uns sein Wort verkünden,
machet uns ledig von allen Sünden,
machet uns ledig von allen Sünden.

4) Er gibet Speise reichlich und überall,
nach Vaters Weise sättigt er allzumal;
er schaffet frühn und späten Regen,
füllet uns alle mit seinem Segen,
füllet uns alle mit seinem Segen.

 

Fürbittengebet

Gott, wir bitten dich für deine Schöpfung. Für die Felder und Wälder, für Tiere und Pflanzen, für Wasser und Luft. Bewahre unsere Erde vor Zerstörung und lass uns verantwortlich mit dem umgehen, was uns anvertraut ist. Segne die Menschen, die Landwirtschaft betreiben, mit guten Bedingungen.

Wir bitten dich für alle Menschen, denen das Nötigste zum Leben fehlt: für Menschen, die hungern, auf der Flucht sind oder ohne ein sicheres Zuhause leben. Besonders denken wir an die Menschen, die in den Kriegs- und Krisengebieten unserer Welt leiden – an die Menschen in der Ukraine, im Nahen Osten und an allen Orten, an denen Gewalt und Hunger das Leben bestimmen. Schenke ihnen Schutz, Frieden und Menschen, die ihnen beistehen.

Zuletzt bitten wir dich für uns selbst. Öffne unsere Augen für das, was uns jeden Tag geschenkt ist, und lass uns neu staunen über das Leben. Wenn wir nur sehen, was uns fehlt, erinnere uns an das, was wir haben. Wenn uns unsere eigenen Kräfte und Möglichkeiten zu wenig erscheinen, schenke uns Vertrauen. Lass uns dir hinhalten, was wir haben und können, und darauf vertrauen, dass du daraus mehr machen kannst.

In einem Moment der Stille bringen wir eigene Fürbitten vor dich:

 

Alles, was uns sonst noch bewegt,
legen wir in die Worte, die Jesus uns gelehrt hat:

 

Vater Unser

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.

 

Lied

Laudato Si/Sei gepriesen, du hast die Welt erschaffen (Ev. Gesangbuch 515, 1-3)

Der Text dieses Liedes ist urheberrechtlich geschützt und kann deshalb hier leider nicht wiedergegeben werden.

 

Segen

Gott segne Dich und er behüte Dich.
Gott lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.
Gott erhebe sein Angesicht auf Dich und gebe Dir Frieden. Amen.

 

Mit herzlichen Grüßen, Pfarrer Oliver Matri

 

Teilen Sie mir gern Ihre Gedanken zum Gottesdienst oder Ihre Anregungen mit – ich freue mich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

Informationen

Am nächsten Sonntag, 11.10.2026, feiern wir um 10:00 Uhr Lektorengottesdienst mit Katja Tobolewski. Wir freuen uns, dass der Gottesdienst vom Instrumentalensemble unter der Leitung von Rawad Abo begleitet wird.

Am Sonntag, den 11.10.26, 18:00 Uhr, laden wir ein zum Akkordeonkonzert mit Serhiy Lukashov.

 

Kollektensammlung

Die heutige Kollekte sammeln wir für Kirchen helfen Kirchen und für unser „Orgel Plus“ heute mit Fagott.

Spendenkonto: Ev. Kirchenkreisverband Berlin Süd-West
IBAN: DE34 5206 0410 1803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Kennwort: Kollekte 04.10.2026 (und gewünschter Verwendungszweck)

Wir leiten Ihre Kollekte ggf. weiter! Gern senden wir auch eine Spendenbescheinigung zu.